Desolate Blue Devils Weiden verlieren auch das vierte Spiel gegen den EC Bad Nauheim | Weiden24

Nein, dieser Schuss schlug nicht im Weidener Tor ein: Bad Nauheims Parker Bowles (rechts) hämmerte die Scheibe am Weidener Goalie Michael McNiven vorbei an die Latte. (Bild: A. Chuc)
Nein, dieser Schuss schlug nicht im Weidener Tor ein: Bad Nauheims Parker Bowles (rechts) hämmerte die Scheibe am Weidener Goalie Michael McNiven vorbei an die Latte. (Bild: A. Chuc)
Nein, dieser Schuss schlug nicht im Weidener Tor ein: Bad Nauheims Parker Bowles (rechts) hämmerte die Scheibe am Weidener Goalie Michael McNiven vorbei an die Latte. (Bild: A. Chuc)
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Nein, dieser Schuss schlug nicht im Weidener Tor ein: Bad Nauheims Parker Bowles (rechts) hämmerte die Scheibe am Weidener Goalie Michael McNiven vorbei an die Latte. (Bild: A. Chuc)

Desolate Blue Devils Weiden verlieren auch das vierte Spiel gegen den EC Bad Nauheim

Die Blue Devils Weiden und der ESV Kaufbeuren ermitteln im Abstiegsfinale der DEL2 den Absteiger in die Oberliga. Dies steht seit Freitag fest, nachdem die Weidener die erste Play-down-Serie gegen Bad Nauheim sang- und klaglos verloren.

Die Blue Devils Weiden müssen endgültig ins Abstiegsfinale: Am Freitagabend unterlagen die Oberpfälzer auch in der vierten Play-down-Partie beim EC Bad Nauheim und gingen in der Best-of-7-Serie sieglos unter. Während die Hessen nach dem ungefährdeten 5:1-Erfolg mit 4046 begeisterten Zuschauern den Klassenerhalt in der DEL2 bejubelten, steht den Blue Devils ein finaler Nervenkrieg bevor. In einer neuerlichen Best-of-7-Serie ab dem 2. April mit dem ESV Kaufbeuren wird der sportliche Absteiger in die Oberliga ermittelt.

Im Vergleich zum dritten Play-down-Spiel beider Teams am vergangenen Mittwoch mussten die Blue Devils Weiden einen weiteren Ausfall hinnehmen: Neben den weiterhin fehlenden Langzeitverletzten und Luis Marusch stand diesmal auch Neal Samanski nicht zur Verfügung. Dafür rückte Manuel Edfelder wieder in die Defensive, und Tom Schwarz kehrte in den Kader zurück. Auch Fabian Voit durfte nach seiner Spieldauerstrafe vom Mittwoch gleich wieder mitwirken. Im Tor vertraute das Trainerteam um Alan Letang erneut auf Michael McNiven, während Patrik Mühlberger als Back-up bereitstand. Bei den Hessen verzichtete Coach Kevin Gaudet auf den Star-Einkauf Ryan Olsen, der nach seiner Vier-Spiele-Sperre wieder spielberechtigt gewesen wäre.

Vor berauschter Kulisse herrschte in Bad Nauheim von Beginn an große Erwartungshaltung auf den entscheidenden vierten Sieg und den damit verbundenen Klassenerhalt. Die Blue Devils wurden früh eiskalt erwischt: Innerhalb von nur 42 Sekunden sorgten Justin MacPherson und Zach Kaiser mit einem Doppelschlag für eine schnelle 2:0-Führung der Gastgeber. Während im Stadion ausgelassene Stimmung aufkam, mussten sich die Oberpfälzer zunächst sammeln und den frühen Rückschlag verarbeiten. In der Folge bestätigte sich jedoch das Bild aus den vorangegangenen Duellen: Offensiv fehlte es Weiden an Durchschlagskraft, während man defensiv zu jeder Zeit anfällig wirkte.

Auch im zweiten Abschnitt fanden die Blue Devils überhaupt nicht zu ihrem Spiel und präsentierten sich weiterhin fahrig, extrem fehleranfällig und ohne erkennbare Struktur. Bad Nauheim agierte dagegen effizient und kam unter anderem zu einem weiteren Pfostentreffer. Beim 3:0 nutzte Justin Volek die sich bietende Gelegenheit mit einem vergleichsweise einfachen Abschluss über die Stockhand von Michael McNiven – so simple kann Eishockey sein. Offensiv blieben die Gäste vieles bis alles schuldig, brachten die Scheibe zwar auch ab und an aufs Tor, doch ernsthaft gefordert war Jerry Kuhn dabei nicht. Der Nauheimer Goalie konnte sich entspannt auf die anschließende Fete anlässlich seines 40. Geburtstags vorbereiten. Kurz vor der zweiten Pause baute Bad Nauheim die Führung im ersten Powerplay des Spiels weiter aus: Justin MacPherson traf mit einem Schuss von der blauen Linie zum 4:0.

Im Schlussdrittel war die Partie entschieden und verflachte zusehends, phasenweise erinnerte das Geschehen eher an ein Freundschaftsspiel. Den Blue Devils gelang immerhin noch der Ehrentreffer: Alex-Olivier Voyer verwertete einen Abpraller ins verwaiste Tor. Bereits mehr als neun Minuten vor dem Ende setzte Trainer Alan Letang alles auf eine Karte und nahm Torhüter Michael McNiven während eines Powerplays vom Eis. Das Risiko zahlte sich jedoch nicht aus – im Gegenteil: Zach Kaiser nutzte das verlassene Gehäuse zum 5:1-Endstand für Bad Nauheim.

EC Bad Nauheim Kuhn – Pruden, MacPherson, Fischer, Erk, Gnyp, Bidoul, Kölsch – Hickmott, Koch, Volek, Bowles, Bires, Bengtsson, Lautenschlager, El-Sayed, Kaiser, Ribarik, Jakovlev, Zimmermann
Blue Devils Weiden: McNiven – Muck, Kolb, Bohac, Pokorny, Ribnitzky, Schwaiger, Edfelder – Schiemenz, Voyer, Ward, Vogt, Voit, Vinzens, Gläser, Samanski, Miller, Glas-Bader, Thal, Schwarz
Tore: 1:0 (8.) MacPherson (Bengtsson, Bires), 2:0 (9.) Kaiser (Lautenschlager, Gnyp), 3:0 (31.) Volek (Hickmott, Bowles), 4:0 (40.) MacPherson (Bengtsson, Koch), 4:1 (51.) Voyer (Bohac), 5:1 (58.) Kaiser (Lautenschlager)
Strafen: Bad Nauheim 4, Weiden 6
SR: Cespiva, Todam
Zuschauer: 4046

 
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