Die Bundespolizei Waidhaus vollstreckt auf der A 6 innerhalb von drei Stunden drei Haftbefehle. Zwei Straftäter müssen ins Gefängnis, einer kann seine Geldstrafe begleichen.
Am Donnerstag hat die Bundespolizeiinspektion Waidhaus bei Grenzkontrollen auf der A 6 innerhalb von drei Stunden drei Haftbefehle vollstreckt. Zwei gesuchte Straftäter mussten ihre Ersatzfreiheitsstrafe antreten, während ein weiterer seine Geldstrafe begleichen konnte und weiterreisen durfte, heißt es in einer Polizeimeldung.
Gegen 9.30 Uhr kontrollierten die Beamten einen 18-jährigen Rumänen, der noch eine Rechnung mit der Staatsanwaltschaft Mannheim offen hatte. Das Amtsgericht Mannheim hatte den Mann im Oktober 2025 wegen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt. Da er die Strafe bislang nicht bezahlt hatte, erließ die Justiz einen Haftbefehl. Der 18-Jährige beglich den offenen Betrag noch vor Ort und konnte seine Reise anschließend fortsetzen.
Etwa eine Stunde später geriet ein 49-jähriger Bulgare ins Visier der Bundespolizei. Die Staatsanwaltschaft Mainz ließ nach dem Mann fahnden, weil er eine Geldstrafe aus einer Verurteilung wegen Betrugs nicht bezahlt hatte. Das Amtsgericht Worms hatte eine Geldstrafe in Höhe von 3500 Euro verhängt. Da der Mann den Betrag nicht aufbringen konnte, nahmen ihn die Bundespolizisten fest und lieferten ihn zur Verbüßung der Ersatzfreiheitsstrafe in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.
Kurz vor Mittag folgte der dritte Fahndungstreffer. Bei der Kontrolle eines Reisebusses stellten die Beamten einen 32-jährigen Rumänen fest, der von der Staatsanwaltschaft Ravensburg mit Haftbefehl zur Strafvollstreckung gesucht wurde. Das Amtsgericht Bad Saulgau hatte ihn wegen Diebstahls mit Bedrohung verurteilt. Da der 32-Jährige den offenen Betrag nicht bezahlen konnte, nahmen ihn Bundespolizisten bei der Einreise aus Tschechien auf der A 6 fest und lieferten ihn in die Justizvollzugsanstalt Weiden ein.