In Irchenrieth wurden wohl vier Katzen und ein Hund über Monate hinweg ohne ausreichende Versorgung zurückgelassen. Nur zwei Tiere konnten lebend geborgen werden. Nun ermittelt die Polizei.
Nach Angaben der Tierschutzorganisation Peta sind in einem stark vermüllten Haus in Irchenrieth vier Katzen und ein Hund über Monate hinweg ohne ausreichende Versorgung zurückgelassen worden. Auf den Fall sei Peta durch eine Privatperson aufmerksam gemacht worden. Das Landratsamt Neustadt an der Waldnaab und die Gemeinde schritten am 21. Januar nach der Übermittlung von Fotos ein. Laut Peta gingen bereits zuvor mehrere Hinweise ein.
Bei der Räumung des Anwesens konnten ein Hund und ein Kater lebend geborgen werden. Zwei Katzen wurden tot aufgefunden, ein weiteres Tier gilt als verschollen und vermutlich ebenfalls verendet. Der Hund und der stark geschwächte Kater werden inzwischen im Tierheim Weiden versorgt.
Es wurde Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gegen die Tierhalterin sowie Mitarbeitende des Landratsamts gestellt und fordert ein Tierhalteverbot. Das Landratsamt weist die Vorwürfe zurück und betont, man habe im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben gehandelt. Die Polizei bestätigte den Einsatz und ermittelt derzeit gegen die Tierhalterin. Ermittlungen gegen Behördenmitarbeitende gibt es laut Polizei bislang nicht.