Kurz nach Mitternacht war in der Oberpfalz ein Erdbeben zu spüren. Das Beben mit Zentrum im Nordwesten Tschechiens war bis Weiden wahrnehmbar. Einwohner berichten auch von deutlich hörbarem „Grummeln”.
Ein Erdbeben war in der Nacht auf Freitag, 23. Oktober, in Teilen der nordöstlichen Oberpfalz zu spüren. Das Beben ereignete sich kurz nach Mitternacht nahe der Stadt Bělá nad Radbuzou in der Region Pilsen. Nach vorläufigen Angaben des GFZ Potsdam erreichte es eine Magnitude von 3,3.
Das Erdbeben wurde in weiten Teilen der nördlichen Oberpfalz teilweise deutlich wahrgenommen. Betroffen sind mehrere Orte, darunter Eslarn und Waidhaus, aber auch entferntere Städte wie Oberviechtach und Weiden. Auch bei Onetz.de ging eine Anfrage dazu aus Moosbach ein.
Die Erschütterungen dürften laut dem Portal erdbebennews insbesondere aufgrund der nächtlichen Uhrzeit aufgefallen sein. Auch ein kurzes Grollen oder ein dumpfer Knall sind bei Erdbeben dieser Stärke auch in einigen Kilometern Entfernung möglich.
Anders als man es gewohnt ist, ging dieses Erdbeben wohl nicht auf Schwarmbebentätigkeit im Vogtland zurück. Das Epizentrum lag deutlich südlicher, allerdings auch an einem Ort, an dem in den letzten Jahren vermehrt kleine Erdbeben aufgetreten sind. Das heutige Beben ist das wohl mit Abstand stärkste dieser Sequenz und das erste Beben seit 2008 - ausgenommen Vogtland-Beben - das so verbreitet in der Oberpfalz verspürt wurde.