Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor der Autobahngold-Betrugsmasche. Unbekannte Täter bieten wertlose Imitate als Pfand an. Die Polizei gibt Tipps zur Prävention.
In der Oberpfalz sind in den vergangenen Tagen mehrere Fälle der sogenannten „Autobahngold“-Masche aufgetreten. Das Polizeipräsidium Oberpfalz warnt vor dieser Betrugsmasche und gibt Tipps, wie man sich schützen kann. Bei dieser Masche sprechen unbekannte Täter Autofahrer oder andere Fahrzeugführer meist auf Parkplätzen oder an Raststätten an und geben vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden. Sie bieten vermeintlich wertvollen Schmuck oder Uhren als Pfand oder zum Tausch gegen Bargeld an, die sich später als wertlose Imitate entpuppen.
Im Bereich der Polizeiinspektion Vohenstrauß und der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus wurden in den vergangenen Wochen mehrere solcher Fälle aufgenommen. In einem Fall wurden zwei Lastwagenfahrer am Grenzübergang Waidhaus angesprochen und erhielten im Austausch für Geld zwei Mobiltelefone, von denen eines gefälscht war und die Schachtel des anderen leer. Ein weiterer Fall ereignete sich in Tschechien, wo ein Deutscher von mehreren Personen angesprochen wurde, die ihm Goldschmuck oder ein Mobiltelefon anboten. Der Mann ging nicht auf den Betrugsversuch ein.
Ein 72-jähriger Deutscher wurde auf einem Supermarktparkplatz in Tschechien Opfer dieser Masche. Ein Täter bot ihm ein Mobiltelefon und Goldschmuck an und entwendete dabei die Kette des Seniors. Bei einer Auseinandersetzung trat der Täter den Senior und flüchtete. Auch im Dienstbereich der Polizeiinspektion Parsberg wurde diese Masche angewandt. Ein 25-jähriger Autofahrer wurde um 100 Euro gebeten, im Gegenzug erhielt er wertlose Gegenstände.
Die Polizei Oberpfalz appelliert: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und handeln Sie besonnen. Echtes Gold gibt es nicht „am Straßenrand“ – geben Sie Betrügern keine Chance!