Auf einer Bundesstraße werfen junge Männer Dutzende Feuerwerkskörper auf Autos. Es stellt sich heraus, dass die drei US-Soldaten sind. Die Polizei entdeckt bei ihnen mehr als nur Pyrotechnik.
Drei junge US-Soldaten sollen laut Polizei am Montagabend gegen 20.40 Uhr illegale Feuerwerkskörper auf vorbeifahrende Autos auf einer Bundesstraße im Landkreis Tirschenreuth geworfen haben. Die Männer im Alter von 20 bis 21 Jahren waren selbst in einem Geländewagen unterwegs, wie die Polizei mitteilte. Der Beifahrer eines dahinter fahrenden Wagens habe den Vorfall nahe Erbendorf am Abend gesehen und die Polizei gerufen.
Das Auto fuhr den Soldaten zunächst hinterher. Dabei sollen sie etwa 20 bis 30 explodierende Feuerwerkskörper aus dem Fenster geworfen haben, einige davon gezielt auf entgegenkommende Autos, hieß es. Zudem seien die Männer auch zu schnell gefahren. Die Beamten stoppten den Geländewagen schließlich nach rund 20 Kilometer in Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab). Dort liegt auch der Nato-Truppenübungsplatz Grafenwöhr, der vom US-Militär verwaltet wird.
Bei der Kontrolle fanden sie eine erhebliche Anzahl an in Deutschland illegalen Feuerwerkskörpern. Zudem wurde eine Vielzahl an Liquids für das Befüllen von E-Zigaretten aus Tschechien sichergestellt. Der Zoll ermittelt. Bei dem Geländewagen handelt es sich laut Polizei um einen Privatwagen.
Die US-Soldaten wurden der amerikanischen Militärpolizei übergeben. Die Polizei sucht nun nach den Autofahrern, deren Wagen von den Feuerwerkskörpern getroffen wurden.
Autofahrer, die am Montag, 30. März, zwischen 20.35 und 20.50 Uhr auf der B299 zwischen Reuth bei Erbendorf und Erbendorf beziehungsweise auf der B299 zwischen Erbendorf, Pressath und Grafenwöhr aus einem weißen Hyundai-SUV mit „AS“-Zulassung mit Knallkörpern beworfen wurden, werden dringend gebeten, sich telefonisch mit der Polizeiinspektion Kemnath unter der Nummer 09642/92030 in Verbindung zu setzen.
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