Laut Anklage geschah die Tat aus „Wut, Zorn und Eifersucht“ nach einem eskalierenden Streit während eines Wochenendtrips der Kolpingjugend aus Niederbayern im Franz-Ettenreich-Haus in Altendorf bei Pressath. Der Streit zwischen dem Angeklagten und seiner damaligen Partnerin habe sich im Laufe des Wochenendes mehr und mehr gesteigert. Dabei sei es dann zum versuchten Mord gekommen, als der 22-Jährige seine damalige Freundin angegriffen habe. Und zum versuchten Totschlag, als er einem 17-jährigen Mitreisenden eine Messerklinge ins Herz gestochen habe. Der junge Mann überlebte damals nur knapp.

Vor Gericht zeichnet sie ein „schwieriges“ Bild der Beziehung zwischen dem Angeklagten und der 23-Jährigen. Es habe oft Streit gegeben. Erst kurz vor der Tat sei das Paar zusammengezogen. Schon zu diesem Zeitpunkt habe sie Gewalt durch ihren Partner erlebt. Auch weitere Zeugen, Teilnehmer des Kolping-Wochenendes, beschreiben die Beziehung vor Gericht als „schwierig“. Oft hätten sie Streitereien mitbekommen. Nicht selten in Zusammenhang mit Alkohol. Erheblich alkoholisiert sei der Angeklagte auch während des Messerangriffs gewesen.

Vor Gericht verweigert der Angeklagte zunächst die Aussage, während die Überlebenden von spannungsgeladenen Tagen berichten – geprägt von Bedrohungen und einer toxischen Beziehung. Die Verhandlung wird am 29. April fortgesetzt, um den genauen Tathergang weiter zu klären.