Die Blue Devils haben es geschafft: Mit einem souveränen 5:1-Heimsieg sichern sich die Weidener den ersehnten Klassenerhalt in der DEL2. Verteidiger Fabian Ribnitzky avancierte am Karsamstag mit zwei Treffern zum Mann des Abends.
Der Klassenerhalt ist perfekt: Die Blue Devils Weiden gewinnen das fünfte Play-down-Finalspiel gegen den ESV Kaufbeuren am Samstagabend in einer ausverkauften Hans-Schröpf-Arena souverän mit 5:1. Zum Matchwinner avancierte Verteidiger Fabian Ribnitzky, der die ersten beiden Treffer beisteuerte. Für die Blue Devils endet eine kräftezehrende Saison damit mit dem sehnlich erhofften Verbleib in der DEL2.
Devils-Coach Alan Letang konnte im Vergleich zum Overtime-Krimi am Gründonnerstag in Kaufbeuren wieder auf Cedric Schiemenz zurückgreifen, der in einer Reihe mit Vogt und Voyer auflief. Paul Vinzens hingegen stand erneut nicht zur Verfügung – ebenfalls nicht im Kader war Quirin Glas-Bader. Im Tor stand Michael McNiven – Patrik Mühlberger agierte als sein Back-up.
Die Blue Devils starteten nach dem Overtime-Krimi am Gründonnerstag gut in die Partie, hatten früh ein leichtes optisches Übergewicht und überstanden in der Anfangsphase auch eine Unterzahlsituation schadlos. In der neunten Minute gingen die Devils dann in Führung: Fabian Ribnitzky wurde freistehend von Luca Gläser herrlich in Szene gesetzt und überlistete Daniel Fießinger im Kaufbeurer Tor mit einem präzisen Abschluss ins linke obere Eck. Doch auch Kaufbeuren blieb gefährlich und setzte immer wieder Nadelstiche und spielte sich zeitweise vor dem Weidener Tor fest. Die Blue Devils verteidigten jedoch aufmerksam und verhinderten den Ausgleich – auch dank eines starken Michael McNiven im Tor. Kurz vor Ende des ersten Drittels wurde es noch einmal hitzig: Alex-Olivier Voyer lieferte sich mit Joe Cassetti, einem der auffälligsten Kaufbeurer in dieser Serie, einen heftigen Faustkampf, den Voyer unter großem Applaus für sich entschied. Mit der 1:0-Führung ging es für die Devils in die erste Pause.
Kaufbeuren kam verbessert aus der Kabine, hatte mehr Scheibenbesitz, zwingende Torchancen blieben jedoch aus. Stattdessen zeigten sich die Blue Devils eiskalt: In der 33. Minute traf erneut Fabian Ribnitzky, der sich immer mehr zum überraschenden Matchwinner entwickelte. Im Powerplay zog er aus der Distanz ab, Voyer nahm Daniel Fießinger vor dem Tor die Sicht – der Puck rutschte dem Kaufbeurer Goalie durch die Beine zum viel umjubelten 2:0. Die Devils blieben weiter dran und legten kurz vor der zweiten Pause nach: In der 39. Minute war es eine starke Einzelaktion von Verteidiger Daniel Schwaiger, der zunächst seinen Gegenspieler aussteigen ließ und die Scheibe anschließend an Fießinger vorbei zum 3:0 ins Tor brachte – auch hier sah der ESVK-Torhüter nicht glücklich aus. Kaufbeuren wurde in dieser Phase kaum noch gefährlich, während die Blue Devils dem vierten Treffer näher waren als die Gäste dem Anschlusstreffer. Mit einer verdienten 3:0-Führung ging es in die zweite Drittelpause.
Kaufbeuren warf im Schlussdrittel noch einmal alles nach vorne, scheiterte jedoch zunächst immer wieder am überragenden Michael McNiven. In Überzahl gelang den Gästen in der 53. Minute durch Routinier Travis Turnbull dennoch der Anschlusstreffer. Doch die Blue Devils hatten an diesem Abend stets die passende Antwort parat: Ebenfalls in Überzahl stellte Noah Samanski nur zwei Minuten später den alten Abstand wieder her. Kaufbeuren fehlte anschließend die Kraft, sich noch einmal gegen den Abstieg zu stemmen, während die Devils die Partie souverän zu Ende spielten – Tyler Ward traf wenige Sekunden vor Ende noch ins verwaiste Kaufbeuren Tor – und sich damit den lang ersehnten Klassenerhalt in der DEL2 sicherten.
Blue Devils Weiden: McNiven – Kolb, Muck, Pokorny, Bohac, Schwaiger, Ribnitzky, Marusch – Vogt, Voyer, Schiemenz, Edfelder, Voit, Gläser, Miller, Samanski, Ward, Schwarz, Thal
ESV Kaufbeuren: Fießinger – Mayer, Tychonick, Appendino, Kaiser, Koziol, Rogl, Reinwald – Raedeke, McLellan, Turnbull, Burghart, Cassetti, Joly, Blomqvist, Laaksonen, Oswald, Fischer, Kislinger, Schlenker
Tore: 1:0 (9.) Ribnitzky (Gläser, Schwarz), 2:0 (33.) Ribnitzky (Voit), 3:0 (39.) Schwaiger, 3:1 (53.) Turnbull (Tychonick), 4:1 (55.) Samanski (Ward), 5:1 (60.) Ward
Strafen: Weiden 13, Kaufbeuren 19
SR: Hunnius, Hoppe
Zuschauer: 2560 (ausverkauft)