Im Juni 2025 eskaliert eine Kolping-Freizeit in Altendorf bei Pressath. Ein 22-Jähriger war deshalb wegen versuchten Mordes angeklagt. Nun ist ein Urteil gefallen.
Im Prozess um eine eskalierte Jugendfreizeit in Altendorf bei Pressath ist am Dienstag das Urteil gefallen: Die Kammer verurteilt den 22-jährigen Angeklagten wegen zweifachen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Jahren, wie Oberpfalz-Medien berichtet.
Im Juni 2025 verbrachte eine Gruppe aus Niederbayern ein Wochenende im Franz-Ettenreich-Haus in Altendorf bei Pressath (Landkreis Neustadt/WN). Am Abend des 21. Juni gegen 22.20 Uhr eskalierte die Situation, nachdem es bereits in den Tagen zuvor Spannungen zwischen dem Angeklagten und seiner damaligen Freundin nach einem Streit gab. Der Angeklagte wollte alkoholisiert mit dem Auto wegfahren, woran ihn andere aus der Gruppe hinderten, indem sie sein Fahrzeug einparkten - woraufhin er mehrfach mit seinem Wagen gegen die Autos knallte. Als ein 17-Jähriger ihn darauf ansprach, was das solle, stach der Angeklagte auf ihn ein - das Opfer befand sich zeitweise in Lebensgefahr.
Im Anschluss stellte der Mann mit den Worten „Du bist an allem schuld” seiner damaligen Freundin nach, die die Flucht ergriff und am Ellbogen verletzt wurde. Ein Alkoholtest ergab beim Angeklagten kurz nach der Tat einen Wert von rund 2,2 Promille. Während des Prozesses wurde deutlich, dass der Angeklagte bereits in der Vergangenheit öfters unter dem Einfluss von Alkohol aggressiv wurde.