Paul Zaruba, Fabian Ziegler und Christian Stahl bringen frischen Wind in die Gemeindepolitik. Die jungen Räte wollen sich für Nahverkehr, digitale Infrastruktur und mehr Treffpunkte einsetzen.
18, 18 und 19 Jahre alt – und jetzt schon im Gemeinderat: Paul Zaruba aus Luhe-Wildenau, Fabian Ziegler aus Schirmitz und Christian Stahl aus Pirk wollen frische Ideen in die Kommunalpolitik bringen. Ihr Ziel: mehr Perspektiven für junge Menschen und neue Impulse für ihre Gemeinden.
Paul war bei seiner Wahl gerade einmal 18 Jahre alt und zählt damit zu den jüngsten Gemeinderäten im Landkreis Neustadt/WN. Der Schüler aus Luhe-Wildenau engagiert sich bereits in der Schülerunion, Jungen Union und CSU. Für ihn ist klar: „Machen statt meckern. Ich kann zuschauen und kritisieren oder ich packe selbst an.“
Seine Kandidatur sorgte zunächst für Überraschung. „Viele waren erstaunt“, erzählt er. Nach der Wahl bekam er rund 70 Nachrichten auf Instagram. Besonders wichtig sind ihm Themen wie Glasfaser, Nahverkehr und Treffpunkte für Jugendliche. „Ich bin näher dran, etwa beim Thema Nahverkehr oder Schule“, sagt er.
Auch Fabian aus Schirmitz will die Perspektive junger Menschen stärker einbringen. Der 18-Jährige macht eine Ausbildung zum Schreiner und gründete gemeinsam mit anderen Jugendlichen eine eigene Liste für die Gemeinderatswahl. „Warum haben wir eigentlich keine Stimme bei Entscheidungen?“, fragte sich die Gruppe nach einer Sitzung der Jungen Union.
Der Erfolg überraschte ihn selbst: Die Junge Liste holte 15,5 Prozent und zwei Sitze. Fabian sieht sein Engagement weniger als klassische Politik, sondern als Einsatz für die Heimat. „Im Dorf muss man kein Politiker sein, um etwas zu bewegen“, sagt er. Besonders wichtig ist ihm das Ehrenamt: „Ohne Ehrenamt ist im Dorfleben nichts möglich.“
Christian aus Pirk studiert dual Betriebswirtschaft in München und will seine Gemeinde moderner aufstellen. „Pirk ist in den letzten Jahren hinter seinem Potenzial zurückgeblieben“, sagt der 19-Jährige. Themen wie Baugebiete, Nahversorgung, Internet und E-Ladesäulen stehen für ihn im Fokus.
Junge Gemeinderäte könnten neue Perspektiven einbringen, glaubt er: „Wir sind näher an digitalen Themen und denken langfristiger.“ Nach seiner Wahl dachte er zuerst nur: „Wow, krass, das hat tatsächlich geklappt.“ Alle drei sind überzeugt, dass junge Menschen ihre Heimat aktiv mitgestalten sollten – egal ob im Gemeinderat, im Verein oder im Ehrenamt.